Unser Kommunalwahlprogramm
Auf den folgenden Seiten können Sie sich über
unsere Kandidaten für den Orts- und Stadtrat sowie unser Programm
informieren.
Liebe Mitbürgerinnen
und Mitbürger,
mit
unserem Programm haben
wir uns für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Das können wir aber
nur
gemeinsam mit Ihnen schaffen. Deswegen brauchen wir Ihre Unterstützung.
Geben Sie der CDU Ihre
Stimme für Ortsrat und Stadtrat!
Ihr Rainer Rosenfeldt
1.
Mehr Rechte für den Ortsrat
Derzeit darf
der
Ortsrat lediglich über den Termin für den Seniorennachmittag und die
Vergabe
von 160 Euro an soziale Vereine entscheiden. Zu allem anderen wird der
Ortsrat,
wenn überhaupt, nur
gehört oder informiert.
Das muss sich ändern!
Es liegt nur
am
Stadtrat, das zu ändern. Mit der bisherigen Koalition aus SPD und FDP
ist das
nicht möglich. Nur die CDU stand schon immer für das Prinzip der
Subsidiarität.
Das bedeutet, dass Entscheidungen möglichst dezentral getroffen werden
sollen.
Dinge die nur Lautenbach betreffen, können in Lautenbach am besten
eingeschätzt
und vorangetrieben werden. In anderen Orten, auch im Saarland, ist
genau das
seit Jahrzehnten gängige Praxis, d.h. die Ortsräte können über, zum
Teil große,
eigene Budgets verfügen. Das wollen wir auch für Lautenbach!
Nach
Jahrzehnten
der Entmündigung muss das erst wieder geübt werden. Deswegen unser
Vorschlag,
ein eigenes Budget in fünfstelliger Höhe, über das der Ortsrat verfügen
kann –
selbstverständlich mit Unterstützung der Stadtverwaltung und unter
Beachtung
der haushaltsrechtlichen Vorschriften.
2.
Größere Transparenz bei
Stellenvergaben
Offene
Stellen, auf
die der Ortsrat Einfluss nehmen kann, werden rechtzeitig öffentlich
bekannt
gegeben und nur noch nach einem vorab im Ortsrat abgestimmten
Anforderungsprofil
vergeben. Das gilt sowohl für ehrenamtliche Stellen, beispielsweise die
des
Naturschutzbeauftragten, sowie für bezahlte, wie der Reinigungskraft im
Bürgerhaus oder der Hilfsstelle für den Ortsvorsteher.
3.
Bessere Außendarstellung von Lautenbach
Die
Außendarstellung von Lautenbach war in der Vergangenheit katastrophal
und
voller Peinlichkeiten. Doch wir können stolz auf unseren Ort sein. Um
ihn
besser zu präsentieren werden wir eine Dorfbroschüre erstellen.
Diese soll
den
ganzen Ort mit den öffentlichen Institutionen, inklusive Kirchen und
Feuerwehr,
umfassen. Dazu kommen Sonderseiten für jeden Verein sowie die
Vorstellung der
Lautenbacher Unternehmen und Gewerbetreibenden. Ein
Veranstaltungskalender und
ein Reservierungsplan runden die Dorfbroschüre ab.
Darüber
hinaus
wollen wir gemeinsam, ernsthaft und gut vorbereitet an Wettbewerben wie „Unser Dorf hat Zukunft“
(früherer Name:
„Unser Dorf soll schöner werden“) teilnehmen und dabei rechtzeitig alle
Vereine
und Institutionen einbinden.
4.
Wohnen
und Leben
Lautenbach
liegt im
„Speckgürtel“ der großen Industriezentren Homburg und Neunkirchen. Die
Autobahnzugänge in Waldmohr und Neunkirchen sind in 15 Minuten zu
erreichen; die
Kreisstädte Homburg, St. Wendel und Neunkirchen ebenfalls. Die
Landeshauptstadt
Saarbrücken ist einer guten halben Stunde erreichbar. Auch die
gegenwärtig
schwierige wirtschaftliche Situation hat an der grundsätzlich guten
verkehrstechnischen Lage von Lautenbach nichts geändert.
Die Vorteile
dieser
guten Lage kann man an der positiven Entwicklung von Breitenbach
ablesen.
Um die
Infrastruktur
in Lautenbach zu erhalten ist einiges zu tun. So wird noch in diesem
Jahr im
Kindergartengebäude eine Kindergrippe eingerichtet. Dabei muss die
Stadt lediglich
für 14% der 200.000 Euro Umbaukosten und ca. 30% der laufenden Kosten
aufkommen.
Zusätzlich wird das Gebäude durch die Konjunkturprogramme von Bund und
Land für
200.000 Euro saniert. Dennoch ist der Kindergarten mit der Krippe
gefährdet,
wenn es mittelfristig zu wenige Kinder gibt.
Allerdings
gibt es kein genügend großes Angebot an modernem Wohnraum, insbesondere
Mietwohnungen, das junge Menschen nach ihrer Ausbildungszeit und vor
dem Erwerb
eines eigenen Hauses an unseren Ort binden kann.
Die Ausweisung eines
geeigneten Baugebietes liegt
alleine bei der Stadtverwaltung und dem Stadtrat, die die Ottweiler
insgesamt
zustehenden Wohneinheiten vollkommen frei auf die einzelnen Stadtteile
verteilen
können. Dabei stehen Lautenbach mindestens 18 Wohneinheiten zu ‑
zusätzlich zu
den vorhandenen Baulücken. Junge Familien, die ein Haus erwerben
möchten,
können nicht unbegrenzt warten, bis endlich ein Bauplatz oder ein schon
bestehendes Haus zur Verfügung stehen. Sie möchten Ihre eigenen
Vorstellungen
auch in zeitlicher Hinsicht umsetzen.
An der Realisierung eines
geeigneten Neubaugebiets
hat die Stadtverwaltung in den letzten Jahren scheinbar kein Interesse
gehabt.
Vielleicht um die Vermarktung des Betzelhübels und des großen
Baugebietes in
Fürth nicht zu verzögern? Das ist aus Lautenbacher Sicht nicht
annehmbar.
Deswegen braucht Lautenbach
für seine Entwicklung
ein geeignetes Neubaugebiet!
Die Leerstände in Lautenbach
konnten wegen der
guten Rahmenbedingungen schnell beseitigt werden, wenn die
Preisvorstellungen
realistisch waren. Neue Lautenbacher sind zugezogen. Um diesen Prozess
noch zu
verbessern, werden wir gemeinsam mit Anderen ein Leerstandsmanagement
aufbauen,
um noch schneller und effektiver Leerstände zu verringern.
Rund ein
Viertel der Lautenbacher
Bürger ist über 65 Jahre alt. In den nächsten Jahren gehen die
sogenannten
„Babyboomer“ in Rente, also die Generation, die kurz nach dem Zweiten
Weltkrieg
geboren wurde. Die hohe Leistungsfähigkeit und die gute Gesundheit
birgt ein
Potenzial, das wir nicht verlieren dürfen. Es gibt zudem Senioren, die
aufgrund
körperlicher Einschränkungen nur noch wenig am Gemeinschaftsleben
teilnehmen.
Dennoch
beschränkt sich die
Seniorenarbeit derzeit im Wesentlichen auf den einmal im Jahr
stattfindenden
Seniorennachmittag, der leider allzu oft als Wahlkampfveranstaltung
benutzt
wird. Die gute Arbeit, die bereits heute von AWO und VdK geleistet
wird,
möchten wir gemeinsam mit dem Seniorenbeirat verstetigen. Auch die
Ergänzung
des Seniorennachmittages um eine kleine „Gesundheitsmesse“ mit
Anbietern von
medizinischen und Pflegedienstleistungen ist eine Überlegung wert.
Unser Ziel
ist, dass die
Lautenbacher Senioren so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung
leben
können.
In den
letzten Jahren sind viele
Neubürger nach Lautenbach gezogen. Es ist wichtig, diese schnell in das
Dorfgeschehen einzubinden. Einigen fällt dies leicht, anderen jedoch
nicht.
Deshalb
möchten wir ein
„Neubürgerpaket“ erstellen, das unter anderem die Dorfbroschüre und die
wichtigsten Kontaktdaten umfasst. Außerdem wären hier auch Gutscheine
für
„Schnuppermitgliedschaften“ in einzelnen Vereinen denkbar.
5.
Stärkung
der Vereine
Die Lautenbacher
Vereine haben über den Ort hinaus einen guten Ruf und große Bekanntheit
erreicht. Der TFC war Deutscher Meister und spielte in der Bundesliga.
Der
Musikverein hat Veranstaltungen mit deutschlandweit bekannten Gruppen
und
Hunderten von Zuschauern durchgeführt. Das Motorradtreffen der Biker
Lautenbach
ist eine überregional bekannte Institution in Motorradfahrerkreisen.
Die
Lautenbacher Feuerwehr ist seit langem sehr erfolgreich in der
Ausbildung
tätig, ebenso das Rote Kreuz. Der Sportverein entwickelt sich sehr gut
und hat
wieder sein bekannt gutes Image erreicht. Es gibt sehr viel Engagement
auch in
anderen Vereinen wie der AWO, dem VdK und dem Kinderförderkreis, die
sich
teilweise schon seit Jahrzehnten für soziale Belange einsetzen.
Die räumliche Situation für
einzelne
Vereine ist sehr schwierig. Dies zeigt sich am Beispiel des
Jugendclubs, der
seinen seit Jahrzehnten angestammten Raum verlassen musste. Aber auch
andere
Vereine wie der Sportverein und der Musikverein können Proben und
Training nur
unter wenig geeigneten Bedingungen durchführen. Hier muss, in
Abstimmung mit
den betroffenen Vereinen, ein Konzept her. Lautenbach verfügt als
einziger
Ottweiler Stadtteil nicht über eine Mehrzweckhalle; das Bürgerhaus ist
lediglich ein Veranstaltungsraum. Sport ist fast nicht möglich, Proben
für
Vereine ebenfalls nicht. Unserer Meinung nach bietet es sich an, das
Bürgerhaus
geringfügig umzubauen. Der Boden sollte so gestaltet werden, dass auch
Sporttraining möglich ist. Außerdem muss dem gestiegenen Raumbedarf
Rechnung
getragen werden.
Darüber hinaus möchten wir die
Jugendarbeit und Jugendförderung stärken. Vor allem durch Unterstützung
in der
Zusammenarbeit mit öffentlichen Verwaltungen, Behörden und
Institutionen. Hier
bietet sich eine enge Kooperation, insbesondere mit Kindergärten und
Schulen
an, um den Kindern früh die Freude an Sport, Musik und anderen
Aktivitäten zu
vermitteln.
Wir wollen die Vereine in das
Neubürgerpaket und die Dorfbroschüre aufnehmen. Zudem bietet es sich
an,
gemeinsame Schulungen der Vereinsvertreter durchzuführen,
beispielsweise für
Schatzmeister über steuerliche Aspekte der Vereinsarbeit.
Das eindrucksvolle
Vereinsleben in Lautenbach hat es verdient, besser bekannt gemacht und
so gut
wie möglich gefördert zu werden.
6.
Gewerbeförderung
angehen
Dem Thema
„Entwicklung des Gewerbes“ haben SPD und Stadtverwaltung in den letzten
Jahrzehnten nur geringes Interesse entgegengebracht. Viele Lautenbacher
betreiben ihr Unternehmen in anderen Orten oder mussten es dorthin
verlagern.
Auch wenn die
Einflussmöglichkeiten des
Ortsrates hier begrenzt sind, bieten sich dennoch vielfältige
Möglichkeiten,
z.B. ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch aller Unternehmer aus und in
Lautenbach ‑ ggf. ergänzt um Expertenvorträge. Oder auch die
Veranstaltung von
Gewerbeschauen, um die Unternehmen und Ihre Leistungen bei den
Lautenbacher
Bürgern und darüber hinaus besser bekannt zu machen. Zusätzlich möchten
wir den
Aufbau von Unternehmernetzwerken unterstützen. Insbesondere bei
Unternehmensgründern
ist die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit Kammern,
Wirtschaftsförderungsgesellschaften,
Behörden, Förderinstitutionen und Banken von Vorteil.
7.
Erscheinungsbild
von Lautenbach verbessern
Das
Erscheinungsbild von Lautenbach lässt an manchen Stellen zu wünschen
übrig. Der
Weiher ist in einem unansehnlichen Zustand, der
sogenannte „Schneckenpfad“ ebenso. Hier möchten wir, in enger
Zusammenarbeit
mit der Stadt und gegebenenfalls auch unter Einbindung der
Eigeninitiative der
Lautenbacher Bürger und Vereine, die notwendigen Aufräumarbeiten
durchführen.
Der Bolzplatz kann schon mit
geringen Mitteln auf
Vordermann gebracht werden.
Über die Sauberkeit der Halle
im
Bürgerhaus gab es regelmäßig Beschwerden, auch bei der Küche besteht
Handlungsbedarf.
Der Zustand des Lautenbacher
Friedhofs wird zu
Recht vielfach kritisiert; dabei sind die Ottweiler Friedhofsgebühren
sehr
hoch. Die Friedhöfe dürfen aber keine Goldgrube für die Stadt sein. Die
Pflege
muss deutlich professioneller und günstiger werden, als dies bislang
der Fall
ist. Gerade wenn es nicht zu einer Gebührensenkung kommt, haben die
Bürger ein
Recht auf einen gepflegten Friedhof, der der Trauer einen würdigen
Rahmen
bietet.
Einige
Straßen und Gehwege befinden sich in einem schlechten Zustand. Wir
setzen uns
für angemessene jährliche Instandhaltungen und für die Abschaffung der
"StraBS" in ihrer jetzigen Form ein.
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